GALERIE

---------------------CHINAREISE 2018--------------------

ZHENGZHOU  SHAOLINTEMPEL  CHENJIAGOU - 5. Symposium Chen Zhengleis


Generell war unsere Chinareise 2018 ein tolles Erlebnis, brachte viele schöne und interessante Eindrücke und Erlebnisse und vertiefte den inneren Zugang zum Taiji bei allen Beteiligten.

 

Während Alfie und Jens an Großmeister Chen Zhengleis 5. Internationalem Symposium und den Festlichkeiten zu seinem 70. Geburtstag teilnahmen, trainierten "unsere" Einsteiger Hans-Georg und Christiane in Chenjiagou an der Schule unseres früheren Lehrers Chen Bing jeden Tag 5 Stunden intensiv die Laojia Yilu und Grundlagen.

Die Reise brachte nicht nur Alfie nach erfolgreich mit Highscore bestandener Prüfung den 6. Duan der CWA ein, sondern auch unserem Schüler Jens-Uwe Piesold den ersten Duan, sowie die erfolgreich bestandene erste Lehrerprüfung zum "Junior-Level 1" des Chen Zhenglei Taiji-Systems. Er wurde geprüft in Grundlagen (Jibbengong), der 18er Form nach GM Chen Zhenglei und der Laojia Yilu, bestand mit den erforderlichen Punkten (85+) und darf nun als selbständiger Kursleiter in Trier die entsprechenden Inhalte des Chen-Zhenglei-Taiji-Systems unterrichten.

 

Nachdem wir die Anfangstage in Zhengzhou verbrachten und uns an der Schule von Meister Chen Bin (Sohn von Großmeister Chen Zhenglei) noch einmal abschließend auf Chenjiagou und die dortigen Prüfungen vorbereiteten, verbrachten wir zwei Tage im Shaolintempel bzw.-Klostergelände.

 

 

In Shaolin wohnten wir direkt im Wohngebiet des Klostergeländes. Wir genossen die unvergleichlichen und vielfältigen Eindrücke, die herrliche Berg- und buddhistische Energie und die kulturellen Sehenswürdigkeiten. Wir stiegen den Berg hinauf zur Höhle Bodhidharmas, der dort 8 JAhre meditiert hatte und bekamen- unüblich- Nudelsuppe von den oben für Ordnung sorgenden buddhistischen Nonnen. 

Ein Mönch der Medizinabteilung gesellte sich am Abend zu uns, verbrachte einen Abend im "Biergarten" (er alkoholfrei, wir neugierig mit lokalem Schnaps, Bier und Säften) mit uns und renkte unsere Rücken ein. Danach fühlten wir uns viel größer und leichter! Es war auch ein wohltuendes Gefühl, so vorbehaltlos und vorurteilsfrei ans Mensch, der man ist, angenommen, akzeptiert und umsorgt zu werden!

Bei dieser Gelegenheit konnten wir bereits Pläne für unsere folgende Reise entwickeln, die dann auch Shaolin Qi-Gong und traditionelle chinesische Shaolin-Medizinkunde enthalten wird.

 

 

Anschließend fuhren wir weiter nach Chenjiagou und bezogen Quartier an der Schule Chen Bings. Einfache, aber ordentliche Zimmer mit Klimaanlage, fließend Warm- und Kaltwasser, ausreichend frischem Bettzeug und etwas harten, aber gesunden Matratzen. Ausserdem 3 warme und gesund Mahlzeiten am Tag, viel Gemüse, viel vegetarisch, aber auch etwas Fleisch, Reis, Suppen, sowie die typischen gebackenen, hellen Brotklumpen.

 

Alfie und Jens erlebten während des Symposiums eine Ahnenverehrungs- und eine Bai Shi Zeremonie, wohnten der Eröffnungsfeier und den Performances bei, lernten die neue Schule GM Chen Zhengleis in Chenjiagou kennen, welche- noch unfertig- offiziell eröffnet wurde und erhielten ein Ehrenzertifikat für die Spende, welche Alfie und Schüler für die Fertigstellung der neuen Schule entrichtet hatten.  

Mit herrlichem Essen und zahlreichen Ehrungen bot GM CZLs 70. Geburtstagsfeier einen Abend, den man so schnell nicht vergisst.

An den Wettkämpfen nahmen wir nicht teil, beobachteten die teils exzellenten Leistungen einiger chinesischer Teilnehmer jedoch mit viel Begeisterung.

Die angebotenen Workshops dauerten je 4 volle Tage und wurden von erstklassigen Lehrern und Assistenztrainen des Chen-Zhenglei-Systems geleitet, wobei die einzelnen Bewegungen der Formen und ihre Bedeutung detailliert erläutert und korrigiert wurden.

Jens hatte sich für die "advanced Laojia Yilu" entschieden, Alfie hatte den Workshop zur Vertiefung der Xinjia Yilu "advanced Level" belegt. Ein schönes Zertifikat bescheinigt beiden den erfolgreichen Abschluß des jeweiligen Lehrgangs.

Eine beeindruckende Abschiedsgala mit Vorführungen und leckerem Essen im Ballsaal des Hai Wang Hotels in Zhengzhou rundete die Veranstaltung, an der rund 3000 Teilnehmer beteiligt gewesen waren, stilvoll ab.

 

Die letzte Woche verbrachte Alfie mit den beiden Einsteigern in Chenjiagou, welches zwar gerade unter einigen Umbaumassnahmen zu leiden hat, wo aber auch ein schöner Teich voller Lotusblumen, umliegende Pfirsichgärten und zahlreiche Bambuspavillons als Trainingsfläche sowohl für gute Erholung sorgten, als auch für entspanntes Vertiefungstraining den idealen Rahmen boten.

 

 

Den letzten Abend schließlich verbrachte unsere kleine Gruppe in Zhengzhou, wo wir bei Feuertopf noch einmal den Urlaub an uns vorbeiziehen ließen und im luxuriösen Marriott Hotel zumindest eine höchst komfortable Nacht verbrachten, um uns für den bevorstehenden Interkontinentalflug ausreichend zu kräftigen.

Beim Zwischenstop in Amsterdam hatten wir einigen Aufenthalt und nutzten die Zeit, uns ins Internet des Flughafens einzuloggen. Hier erfuhr Alfie die erfreuliche Botschaft, daß sie ihren 6. Duan- wie angesichts des Scores und vorausgegangener Gratulationen schon vermutet- tatsächlich bestanden hatte. Ein schöner Abschluß der Reise, der durch das herrliche Abendrot, welches uns den letzten Flugabschnitt nach Berlin veredelte, noch unterstrichen wurde.